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Grüne Aktuell

Troisdorf - Tourismushochburg für Sondermüll

Pressemitteilung - Nr. G/12/2009 - Datum: 02.02.2005

Still und heimlich geschieht im Spicher Wald etwas Unglaubliches: An der Öffentlichkeit vorbei hat der Besitzer der Sondermülldeponie gewechselt. Kein Grund zur Besorgnis? Weit gefehlt: Troisdorf droht zur Sondermüll-Angelegenheit zu werden.

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat es abgelehnt, die Sondermülldeponie in Spich für Lieferanten aus ganz Europa freizugeben. Doch für die Troisdorferinnen und Troisdorfer bedeutet dies noch keine Entwarnung, betont Sabine Krüger, Mitglied der grünen Fraktion und Sprecherin der Naturfreunde Troisdorf: "Der neue Betreiber der Sondermülldeponie darf bis 2026 Sondermüll aus ganz Europa nach Troisdorf importieren. Aus der ursprünglich nur für die alte Hüls gedachte Deponie wird nun ein europaweiter Tummelplatz für gefährlichen Sondermüll."
Und das an der Politik von Stadtrat und Ausschüssen vorbei, denn die Entscheidung liegt bei der schwarz-gelben Bezirksregierung. Bereits 2006 hat der alte Besitzer der Deponie dem jetzigen Eigentümer umfangreiche Nutzungsrechte eingeräumt. 300 Firmen dürfen mittlerweile mit Zustimmung der Bezirksregierung und damit auch der schwarz-gelben Landesregierung das Areal anfahren. "Auch hier hat die Bezirksregierung Fakten geschaffen, ohne dass die Troisdorfer Bürgerinnen und Bürger informiert wurden", kritisiert Sabine Krüger.

Jetzt ergeben auch die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen Sinn, über die bereits in der Presse berichtet wurde. Der neue GRÜNE Stadtverordnete Andreas Hasselmann hatte damals bereits eine Anfrage über die Ratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen initiiert. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass die Stadtverwaltung zu diesem Zeitpunkt nicht über das volle Ausmaß der Entscheidungen der Bezirksregierung informiert war.
Die Sondermülldeponie ist genehmigt worden um Arbeitsplatz bei der DN zu erhalten! Die Deponiestraße soll erweitert werden um vielleicht Arbeitsplatz zu schaffen! Andreas Hasselmann stellt fest : " Was uns Troisdorfern bleibt ist ein zerstörter Wald und Sondermüll, aber die Arbeitsplatze sind weg".

"Wir GRÜNEN werden alle politischen und rechtlichen Schritte einfordern, um diese Erweiterung zu stoppen", kündigt Thomas Möws, Sprecher der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen an. "Wir GRÜNE sind daher erfreut, dass alle Fraktionen im Rathaus der gleichen Meinung sind. Wir fordern daher den Bürgermeister auf, beim Regierungspräsidenten Hans-Peter Lindlar und dem Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers darauf einzuwirken, die Erweiterung der Troisdorfer Deponie für den europaweiten Sondermüll zu stoppen."

Troisdorf - eine Sondermüll-Angelegenheit?
Nicht mit Bündnis90/Die Grünen!!

Troisdorf braucht ALTERNATIVEN - Wir haben sie !!!


Grüne wehren sich gegen Kritik

Erstellt 03.06.09, 17:07h, aktualisiert 03.06.09, 17:07h

Thomas Möws, Fraktionschef der Grünen im Stadtrat, weist Vorwürfe zurück, seine Partei habe sich bei Gesprächen mit der CDU über die Aufstellung eines Bürgermeisterkandidaten nicht gegen einen Ausbau der Deponiestrasse ausgesprochen.

Troisdorf Thomas Möws, Fraktionschef der Grünen im Stadtrat, weist Vorwürfe zurück, seine Partei habe sich bei Gesprächen mit der CDU über die Aufstellung eines Bürgermeisterkandidaten nicht gegen einen Ausbau der Deponiestrasse ausgesprochen.

Eine entsprechende Kritik hatte Uwe Göllner, Parteichef und Bürgermeisterkandidat der SPD geäußert. „Wir haben eine eigene Kandidatin aufgestellt, weil die Grünen die bessere Alternative zu den Kandidaten von SPD und CDU haben“, so Möws. Seine Partei lehne zudem als einzige Fraktion im Rat den Ausbau der Straße zwischen der Mülheimer Straße und dem Mauspfad ab. Sollte es nach der Kommunalwahl eine Mehrheit unter grüner Beteiligung geben, werde seine Fraktion den Ausbau verhindern. (ah)

 

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